Parodontalbehandlung

Der Fachbereich der Parodontologie wird allgemein als Lehre des Zahnhalteapparats (Parodontium) bezeichnet und umfasst alle Gewebearten, die dazu dienen, die Zähne im Kieferknochen (Alveolarknochen) zu verankern. Hierzu zählt das Zahnfleisch (Gingiva), das knöcherne Zahnfach (Alveolen), das Wurzelzement auf der Wurzeloberfläche sowie die Wurzelhaut – deren (Parodontal-)Fasern dafür verantwortlich sind, den Zahn innerhalb seines Zahnfachs (Alveole) zu fixieren. Zudem dient das eigentliche Zahnfleisch, das man als Patient im Mund sieht, als Schutz davor, dass Bakterien und Krankheitserreger in den Knochen eindringen können.

Die häufigsten Erkrankungsformen der Parodontologie sind:

  • Gingivitis [eine reine Entzündung des Zahnfleischs, welche reversibel ist und bei der es noch zu keinem Knochenverlust gekommen ist (vgl. den mittleren Zahn in der nachfolgenden Grafik)],
  • Parodontitis [Entzündung des Knochens, in dem der Zahn verankert ist (vgl. den rechten Zahn in der nachfolgenden Grafik)] und
  • Periimplantitits (Entzündung des Knochens um ein künstliches Zahnimplantat anstelle der natürlichen Zahnwurzel).

Alle drei Erkrankungen werden durch Bakterien ausgelöst, sofern diese in größerer Menge (Biofilm) für längere Zeit das Zahnfleisch reizen konnten. (Die Parodontitis wird umgangssprachlich irrtümlich oft auch als „Parodontose“ bezeichnet.)

Generell wird bei der Parodontitis sowie der Periimplantitis (also dem Stadium, in dem sich bereits eine „Zahnfleischtasche“ gebildet hat und in der Regel auch bereits Knochen verloren gegangen ist) unterschieden zwischen einer

  • a. chronischen Form (langsam fortschreitender Prozess: häufig) und
  • b. aggressiven Form (rapide fortschreitender Prozess: eher selten).

Diese Differenzierung wurde zwar zwischenzeitlich überholt. Dennoch erleichtert diese ursprüngliche vereinfachte Unterscheidung Patienten aus meiner Sicht das grundsätzliche Verständnis der Zusammenhänge und Entwicklungen hinsichtlich der Erkrankungen, die den Zahnhalteapparat betreffen.

Ablauf einer „systematischen Parodontalbehandlung“

Die parodontale Behandlung wird immer individuell auf die vorliegende Ausprägung der Parodontalerkrankung des Patienten abgestimmt. Dabei gehen wir in einzelnen Schritten systematisch und überlegt vor, damit die Parodontalbehandlung erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die Behandlung erfolgt in der Regel auf der Grundlage der folgenden 3 Schritte:

  1. Initialtherapie und Vorbehandlung (Mundhygiene mit professioneller Zahnreinigung einschließlich der klinisch erreichbaren Parodontal-Bereiche)
  2. Eigentliche Parodontalbehandlung (häufig auch ohne Anästhesie und auf jeden Fall schmerzfrei unter Anwendung von sehr dünnen Ultraschall-Instrumenten und einem Pulver/Luft/Wasser-Gemisch nach der „Airflow-Technik“. Nur in sehr schweren Fällen erfolgt bei einem Rezidiv - also dem erneuten Auftreten der Parodonatal-Erkrankung - ein sogenanntes „Scaling“ zur Reinigung von Wurzeloberflächen sowie das Entfernung des entzündlichen Gewebes im Rahmen eines operativen Eingriffs)
  3. Nachbehandlung und Erhaltungstherapie (Insbesondere regelmäßige Mundhygienekontrollen, um den Therapieerfolg langfristig zu sichern.)

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung, der regelmäßigen Weiterbildungen und unseres kompetenten Teams können Sie sicher sein, dass Ihre Parodontalbehandlung sinnvoll und immer speziell auf Ihren individuellen Fall abgestimmt ist. Denn Ihre Zahngesundheit ist uns wichtig!

Häufige Fragen zur Parodontose

Ist eine Parodontose ansteckend?
Nein, die Parodontose selbst ist nicht ansteckend. Die sie auslösende Parodontitis hingegen ja, weil Bakterien sie verursachen. Im Zuge der systematischen Parodontalbehandlung klären wir Sie über mögliche Risiken und Ansteckungsquellen auf.

Ist eine Parodontose heilbar?
Ja, die Erkrankung ist heilbar. Trotzdem besteht immer ein Risiko, dass sich eine erneute Parodontitis ausbreitet. Unser umfassendes Therapiekonzept, bei dem die Grundreinigung an erster Stelle steht, hilft einen Zahnfleischrückgang zu stoppen, sowie bei der Heilung und langfristigen Gesunderhaltung.

Je nach Schwere der Erkrankung kann in manchen Fällen auch eine chirurgische Parodontalbehandlung notwendig sein, um die Entzündung einzudämmen, nicht mehr zu rettendes Gewebe zu entfernen und so einen Heilungsprozess zu ermöglichen. Wir beraten Sie individuell und ausführlich, welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Wichtig: Voraussetzung für den Erfolg ist immer die Mitarbeit des Patienten, der auf eine sorgfältige und korrekte Mundpflege achten muss.

Was kann eine Parodontosebehandlung kosten?
Die Kosten für eine Parodontalbehandlung sind bei jedem Patienten unterschiedlich hoch. Sie erhalten von uns vor Behandlungsbeginn gerne einen Kostenvoranschlag, den Sie bei Bedarf bei Ihrer Krankenkasse einreichen können, um eine Kostenübernahme zu klären. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht alle Kosten, die im Verlauf einer umfangreichen Behandlung aufkommen können. Denken Sie daher auch über eine Zahnzusatzversicherung nach. Dieser Schritt kann sich insbesondere bei kostenintensiven Therapien wie beispielsweise einer Parodontalbehandlung mit dem Laser lohnen.

Tipp: Wir empfehlen Ihnen bei der Frage nach einer Zahnzusatzversicherung einen Blick in die Waizmann Tabelle.

Wann ist eine Parodontalbehandlung sinnvoll?
Ist beispielsweise eine Parodontitis diagnostiziert, ist eine Behandlung immer sinnvoll, da die Erkrankung sonst unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Welche Therapieschritte in einer Parodontalbehandlung wir Ihnen empfehlen, hängt immer vom Krankheitsbild und der Schwere der Erkrankung ab.

Wie geht es nach einer Parodontalbehandlung weiter?
Nachdem wir die Ursache für die Parodontose behandelt haben, empfehlen wir Ihnen regelmäßige Nachkontrollen und besonders wichtig: regelmäßige, gründliche Mundhygiene. Ein bewährter Zeitrahmen für die Nachkontrollen ist nach circa einem und dann noch einmal nach zwei Monaten direkt nach der Behandlung. Weitere Termine legen wir individuell nach Bedarf oder Wunsch fest. Ein regelmäßiges Feedback zu Ihrer Zahnhygiene hilft den langfristigen Erfolg zu sichern und sollte erneut ein Problem auftreten, können in Absprache mit Ihnen sofort geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Wie kann ich einer Parodontose vorbeugen?
Folgende Maßnahmen können Ihnen bei der Parodontal-Prophylaxe helfen:

  • zweimal am Tag Zähneputzen ist eine stabile Basis der Mundhygiene
  • Nutzen Sie regelmäßig Zahnseide oder spezielle Interdentalbürsten für die Zahnzwischenraumpflege
  • Nehmen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch
  • In Vorsorgeuntersuchungen kontrollieren wir genau den gesundheitlichen Stand des Mundraums

Vertrauen und Erfolg: Dr. Peter Kremer Ihr Zahnarzt aus Freiburg

Gesunde Zähne tragen wesentlich zu Ihrem persönlichen Wohlbefinden bei und bakterielle Zahnbeläge können ein Risiko für Ihre Zahngesundheit darstellen. Achten Sie daher in erster Linie immer auf eine gute Mundhygiene mit Zahnbürste und Zahnseide.
Kommen Sie zur Vorsorgeuntersuchung in unsere Praxis, lassen Sie sich von uns bei Ihrer Mundhygiene und Zahnpflege beraten oder nehmen Sie unsere professionelle Zahnpflege in Anspruch. Auch im Falle des Verdachts einer Parodontalerkrankung sind wir gerne für Sie da - rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen!
In unserer Zahnarztpraxis in Freiburg bekommen Sie eine umfassende Beratung und eine kompetente, individuelle Behandlung - immer basierend auf dem neuesten zahnmedizinischen Stand.

Rufen Sie uns an unter 0761 32443 oder schreiben Sie uns eine E-Mail – Wir freuen uns auf Sie!
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3 Responses

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